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Rechte und Pflichten von Samenspendern

Am 1. Juli 2018 ist das Samenspenderregistergesetzes – das Gesetz zur Regelung des Rechts auf Kenntnis der Abstammung bei heterologer Verwendung von Samen – in Kraft getreten. Doch was bedeutet es für Samenspender? Erfahren Sie hier als Spender alles über Ihre Rechte und Pflichten.

 

Muss ich als Samenspender Unterhalt zahlen?

Nein. Laut Samenspenderregistergesetzes ist die gerichtliche Feststellung der rechtlichen Vaterschaft des Samenspenders ausgeschlossen:

„Ist das Kind durch eine ärztlich unterstützte künstliche Befruchtung in einer Einrichtung der medizinischen Versorgung im Sinne von § 1a Nummer 9 des Transplantationsgesetzes unter heterologer Verwendung von Samen gezeugt worden, der vom Spender einer Entnahmeeinrichtung im Sinne von § 2 Absatz 1 Satz 1 des Samenspenderregistergesetzes zur Verfügung gestellt wurde, so kann der Samenspender nicht als Vater dieses Kindes festgestellt werden.“, § 1600d Abs. 4 BGB.

Damit wird der Samenspender insbesondere von Ansprüchen im Bereich des Sorgerechts, Unterhaltsrecht und Erbrechts freigestellt.

Bleibe ich als Samenspender anonym?

Generell ist eine Samenspende in Deutschland anonym. Wunscheltern und Spender bleiben einander grundsätzlich unbekannt. Der Spender verzichtet auf alle Informationen, die die konkrete Verwendung seiner Samenproben betrifft und erhält keine Information über die Identität oder Anzahl der mit Hilfe seiner Spermien gezeugten Kinder oder dessen Eltern. Er erhält keine Möglichkeit an das Wunschelternpaar oder ein von ihm gezeugtes Kind von sich aus heranzutreten. Wunschpaare haben ebenso keine Möglichkeit an den Spender heranzutreten. Lediglich das gezeugte Kind hat das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung und somit die Möglichkeit ab dem 16. Lebensjahr die Identität seines Erzeugers zu erfahren.

Seit dem 1. Juli 2018 ist die VivaNeo Sperm Bank im Rahmen des Samenspenderregistergesetzes dazu verpflichtet, Informationen über die Identität des Samenspenders nach der Zeugung eines Kindes an das Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) weiterzuleiten. Spätestens drei Monate nach der Geburt eines Kindes in Folge eine Spendersamenbehandlung ist die Empfängerin der Samenspende gesetzlich dazu verpflichtet, die behandelnden Ärzte über die Geburt zu informieren. Die Daten der Mutter, des Kindes und des Spenders werden unter höchsten Datenschutzvorkehrungen 100 Jahre lang bei dem DIMDI aufbewahrt.

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