Mit Spendersamen zum Wunschkind

Die Befruchtung mit einer Samenspende ist ein häufig beschrittener Weg zur Erfüllung des Kinderwunsches. Jedes Jahr werden in Europa viele tausend Kinder aus einer Samenspende gezeugt, mit steigender Tendenz.

Die Gründe, warum sich Menschen mit Kinderwunsch für diesen Weg entscheiden, können sehr unterschiedlich sein – von der Zeugungsunfähigkeit des Mannes oder einem Risiko, Erbkrankheiten weiterzugeben, über erfolglose Versuche einer künstlichen Befruchtung bis hin zu Partnerschaftssituationen ohne Mann.

Medizinische Aspekte

Die ersten Befruchtungen mit Spendersamen wurden in den Fünfzigerjahren vorgenommen. Es handelt sich also um ein seit langem etabliertes und sicheres Verfahren. Zahlreiche auf Kinderwunschmedizin spezialisierte Praxen bieten diese Behandlung an – selbstverständlich auch alle VivaNeo Kinderwunschzentren.

In der Regel werden die Spemien mithilfe eines Katheters kurz nach dem Eisprung direkt in die Gebärmutter eingeführt. Diese sogenannte „intrauterine Insemination“ kommt dem natürlichen Zeugungsvorgang nahe und ist in der Regel unproblematisch und schmerzlos.

Alternativ können Samenspenden im Rahmen einer In-Vitro-Fertilisation (IVF) eingesetzt werden.

Rechtliche Aspekte

Paare, die mithilfe von Spendersamen ein Kind bekommen, erfahren die Identität des Spenders nicht.

Das Kind selbst hat allerdings das Recht, später die Identität seines biologischen Vaters zu erfahren, wenn es dies möchte. Deshalb werden die persönlichen Daten des Spenders dokumentiert und 30 Jahre lang aufbewahrt.

Der Spender ist vor Ansprüchen des Empfängerpaares geschützt. Er selbst verzichtet wiederum auf Forderungen wie z.B. eine Auskunft über Zahl und Identität der mit seinem Samen gezeugten Kinder. Unterhalts- und erbpflichtig ist der soziale Vater des Kindes. Die Wunscheltern übernehmen in einer notariellen Vereinbarung sämtliche Rechte und Pflichten für das aus dem Spendersamen gezeugte, langersehnte Kind.

Theoretisch besteht die Möglichkeit, dass ein Spenderkind später Unterhalts- und Erbschaftsansprüche gegenüber dem Spender geltend macht. Dazu müsste es allerdings die Vaterschaft des sozialen Vaters anfechten und die des biologischen einklagen – und wäre im Gegenzug möglicherweise selbst in der Pflicht gegenüber dem biologischen Vater, was etwa Unterhalt oder die Pflege im Alter betrifft. Faktisch ist bislang kein Fall eines solchen Verfahrens bekannt.



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